Vzbv Musterfeststellungsklage audi

Die Musterfeststellungsklage gegen VW wird Ende April zurückgenommen. Damit wird die Musterfeststellungsklage beendet. Durch die Eintragung ins Klageregister wurde die Verjährung der Ansprüche gegen VW unterbrochen. Betroffene haben nach dem Ende der Musterfeststellungsklage die Möglichkeit, individuell gegen VW zu klagen. Hier empfiehlt die Verbraucher-Kanzlei Dr. Stoll & Sauer sowie der vzbv sich unbedingt anwaltlich beraten zu lassen – mehr dazu hier. Die Klage kann mindestens bis Ende Oktober erhoben werden. Dann droht die Verjährung der Ansprüche. Da beide Aspekte nicht unumstritten sind, hat der vzbv – um entsprechende Streitigkeiten zu vermeiden – im Jahr 2018 empfohlen, sich bis zum 31. Dezember 2018 anzumelden. Dies bedeutet aber nicht, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Anmeldung nicht mehr möglich ist. Interessierte können sich für den News-Alert des vzbv eintragen, der über Neuigkeiten zur VW-Klage informiert. Alle Informationen und Neuigkeiten zum Verfahren stehen zudem jederzeit über die Internetseiten des vzbv und des ADAC sowie Presseveröffentlichungen des vzbv bereit.

Kläger: Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) Das Gericht ist aber vorläufig auch der Auffassung, dass sich Besitzer von Skandal­autos – entgegen der Ansicht des vzbv und zahlreicher Verbraucher­anwälte – eine Entschädigung für die mit dem Wagen gefahrenen Kilo­meter anrechnen lassen müssen. Es gehe vorläufig auch davon aus, dass VW keine Zinsen auf den vollen Kauf­preis zahlen muss. Das Gericht wies allerdings auf die im Kern fast einhellige Recht­sprechung hin, wonach VW den Besitzern von Skandal­autos gegen­über wegen vorsätzlicher sittenwid­riger Schädigung haftet, und drängte auf einen Vergleich. Die Musterfeststellungsklage als neue Verbraucherschutzklage steht seit dem 1.11.2018 zur Verfügung. Noch in der Nacht zum 1. November reichten der vzbv in Kooperation mit dem ADAC Klage gegen die VW AG beim OLG Braunschweig ein. Der vzbv und VW hatten sich zuvor in einem umfassenden Rahmenvergleich darüber geeinigt, dass VW einem Großteil der angemeldeten Verbraucher ein individuelles Vergleichsangebot übersendet.

In der Folgezeit haben rund 240.000 Verbraucher dieses Angebot angenommen. Dies sind über 90 Prozent der angeschriebenen Verbraucher. Anspruchs­verzicht. Wer die Entschädigung will, muss auf alle weiteren möglichen Rechte wegen des Abgas­skandals gegen VW verzichten. Ausnahme: Legen die Straßenverkehrs­behörden den Wagen doch noch wegen illegaler Motorsteuerung still oder kommt eine Hard­ware­nach­rüstung, dann können Musterkläger trotz Vergleich noch Rechte gegen VW geltend machen. Der vzbv hat den Text des Vergleichs veröffent­licht, den Auto­besitzer jeweils unterzeichnen müssen. Einige Anwaltskanzleien warnen die Teilnehmer der Musterfeststellungsklage bereits im Netz davor, sich einem möglichen Vergleich zwischen VW und dem vzbv anzuschließen. Diese Warnungen erscheinen im jetzigen Stadium, in dem die Höhe möglicher Entschädigungszahlungen nicht annähernd abschätzbar ist, deutlich verfrüht.