Tarifvertrag deutsche post entlastungszeit

Die gesetzliche Verhandlungsfähigkeit liegt einerseits den Gewerkschaften, den Arbeitgeberverbänden sowie dem einzelnen Arbeitgeber andererseits (Art. 2 Abs. 1). Tatsächlich finden Tarifverhandlungen meist auf Branchenebene statt, obwohl die Gewerkschaften in einigen Fällen auch mit dem einzelnen Arbeitgeber verhandeln können, sofern dies durch ihre Verfassungen zulässig ist. Ein Verbot der Arbeitgeberorganisation gegen einzelne Tarifverhandlungen seiner Mitglieder hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit des Tarifvertrags, sondern führt zur Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers. Teilzeitbeschäftigte müssen gleich behandelt werden wie Vollzeitbeschäftigte, sofern keine rechtlich gerechtfertigten Gründe für eine Ungleichbehandlung vorliegen (Art. 5 und 4 Abs. 1). Da Teilzeitarbeit hauptsächlich von Frauen geleistet wird, führt eine unterschiedliche Behandlung von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten häufig auch zu einer indirekten Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. 1998 arbeiteten 32,4 % aller deutschen Weiblichen in Teilzeit, gegenüber nur 4,6 % der Männer (OECD-Beschäftigungsausblick 1999). Die Frage der mittelbaren Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist nach Art. 3 Abs.

2 Grundgesetz sowie die Paragraphen 611a und 612 Abs. 3 BGB. Ein immer häufigeres Instrument bei der Arbeitszeitflexibilisierung ist die Einführung eines “Arbeitszeitkorridors”, wie er in der Chemie- oder Textil- und Bekleidungsindustrie vereinbart wurde. Auf der Grundlage der kollektiv vereinbarten Arbeitszeit ermöglicht eine Öffnungsklausel den Unternehmen, ihre Arbeitszeit innerhalb bestimmter Grenzen zu verlängern oder zu verkürzen. Dieser Artikel soll einen Überblick über die wichtigsten Regeln und Bestimmungen geben. Sie kann natürlich kein Ersatz für eine gründliche Rechtsberatung sein, sondern könnte als Ausgangspunkt für interessierte Interessenten für den deutschen Markt- und Arbeitsrecht dienen. Die Tarifverhandlungen sind durch das Tarifvertragsgesetz geregelt, das jedoch keine bestimmte Struktur der Tarifverhandlungen vorschreibt. Die Arbeitszeitregeln sind das Arbeitszeitgesetz (ArbzG), das Mutterschutzgesetz (MuSchuG) und das Jugendschutzgesetz (JarbschG).

Diese Statuten gelten für Angestellte, Arbeiter und Auszubildende. In der Regel ist der Begriff Arbeitszeit definiert als die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Pausen (Art. 2 Abs. 1 ArbZG). Die gesetzliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden pro Tag, mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen, die in der Regel als Leerlaufzeiten dienen. Die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit pro Woche (einschließlich Samstag) beträgt daher 48 Stunden. In vielen Fällen wird sie jedoch durch Tarifverträge auf 35 bis 38,5 Stunden reduziert, die in der Regel vorsehen, dass die Wochenarbeitszeit nur von Montag bis Freitag ist. Die reguläre tägliche Arbeitszeit kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, jedoch nur, wenn die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit in den folgenden 6 Monaten 8 Stunden pro Tag beträgt.